Bürgerbahn statt Börsenbahn (BsB)

BsB ist ein Kreis von Bahnexperten, verbunden durch verkehrspolitische Fachkenntnis, gekennzeichnet von Leidenschaft für die Bahn und der Kritik am Börsengang der Deutschen Bahn AG. BsB ist das engagierteste Fachleutebündnis für eine bessere Bahn. Wir kooperieren mit den umweltorientierten Verkehrs- und Bahnverbänden und engagieren uns für ein breites gesellschaftliches Bündnis für eine Flächenbahn als Alternative zu Schrumpfbahn und Börsenwahn.

Warum keine Börsenbahn?
Mit dem anvisierten Verkauf eines Aktienpakets der Deutschen Bahn AG an Banken oder an andere Private würden bei allen denkbaren Varianten (mit oder ohne Netz) die falschen Tendenzen bei der Bahn verstärkt: noch mehr Konzentration auf Hochgeschwindigkeit, noch mehr Stillegungen in der Fläche; Schließung von Hunderten Bahnhöfen und Tausenden Schaltern. Die Orientierung auf die Maximierung der Gewinne für private Eigner muss einhergehen mit einer Minimierung von Dienstleistungen. Übrig bleiben nur maximal subventionierte oder maximal eigenwirtschaftliche Verkehre. Das britische Beispiel zeigt, wie der Börsengang zu einem Abbau von Sicherheit, Rückgang der Investitionen, unabgestimmten Fahrplänen, ruinierter Systemqualität führt und die Bahn der Spekulation konkurrierender Verkehrsträger (Bus, Binnenflug) ausgeliefert wird. Bahngelände wird nicht als Grundlage für Schienenverkehr, sondern als Basis für Vermarktung und Bodenspekulation gesehen. Börsenbahnen sind noch massiver auf staatliche Gelder angewiesen – nachdem sie von verantwortungslosen Managern geplündert wurden. Milliarden Euro werden an private Eigner gezahlt. Eine öffentliche Kontrolle über den Einsatz der Gelder fehlt dann völlig.

Unsere Ziele
BsB tritt ein für eine Bahn für alle. Mit einem dichten Interregio-Netz. Mit einem attraktiven Generalabo für alle nationalen, regionalen und lokalen Systeme des öffentlichen Verkehrs. Mit einer attraktiven BahnCard 50 plus, die den Vor- und Nachtransport in der Start- und Zielregion einbezieht. Mit dem Ehrgeiz, dass die Bahn wieder Verkehrssystem Nummer eins wird – aus Gründen der Effizienz, der Wirtschaftlichkeit, der Umwelt- und Klimaschonung und der Verkehrssicherheit. Im internationalen Vergleich kommen die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) mit ihrem Mix von kantonalen (Länder-) Bahnen und Staatsbahn unserem Ideal recht nah.

Bisherige Aktivitäten
BsB wurde Ende 2000 gegründet. Die Gruppe führte bisher sechs erfolgreiche Pressekonferenzen durch. Sie war drei Mal Gast der Bundespressekonferenz. 2001 veröffentlichte BsB das Faltblatt „Ihr Interregio nach Nirgendwo”, was von Verkehrsinitiativen für eine breite Kampagne zum Erhalt der Zuggattung Interregio genutzt wurde. Seit Mitte 2001 sprach sich BsB gegen das für 2002 geplante neue Bahnpreissystem PEP aus. Die Gruppe konkretisierte diese Position in der Folgezeit u.a. auf zwei Bundespressekonferenzen und mit verschiedenen Arbeitspapieren – auch in den Monaten, als die meisten Verkehrsinitiativen und Umweltgruppen dieses Bahnpreissystem überwiegend positiv sahen.

Bahnpolitische Konferenzen von & mit BsB
Am 2. und 3. März 2002 führte BsB in Kassel eine erste bahnpolitische Konferenz durch. Vom 26. bis 28. September 2003 veranstaltete die Evangelische Akademie Baden gemeinsam mit BsB in Bad Herrenalb eine Tagung zum Thema „Auf dem richtigen Gleis – die Bahn zwischen Privatisierung und öffentlichem Auftrag”. Am 6. und 7. März 2004 fand in Lindau die dritte BsB-bahnpolitische Konferenz statt – unter dem Titel “Lasst die Kirche im Dorf und den Bahnhof auf der Insel!”. Vom 23. bis 25. September 2005 gab es eine weitere bahnpolitische Tagung in Bad Herrenalb, erneut durchgeführt von der Evangelischen Akademie Baden in Kooperation mit BsB.

Mitglieder von Bürgerbahn statt Börsenbahn
· Adolf-Heinrich von Arnim, Ehrenvorsitzender von PRO BAHN, Gerswalde
· Rolf Becker, Schauspieler, u.a. Hauptrolle in „Heinrich der Säger“
· Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack, M.S., Unternehmensberater, Gröbenzell
· Peter Conradi, 1972-1998 Bundestagsabgeordneter, Stuttgart
· Klaus Gietinger, Regisseur u.a. von Tatort-Krimis und „Heinrich der Säger”, Frankfurt/M.
· Dipl. Ing. Eberhard Happe (ehem. Abteilungsleiter Zugförderung, Celle
· Johannes Hauber, Betriebsratsvorsitzender Bombardier Transportation, Mannheim
· Dr. Liesel Hartenstein, 1976- 1998 Bundestagsabgeordnete, Leinfelden-Echterdingen
· Prof. Dr. Wolfgang Hesse, Informatiker, Projekte zur Fahrplangestaltung, Universität Marburg/L.
· Hans-Joachim Kernchen, Vorsitzender der Gewerkschaft GDL für Berlin, Brandenburg, Sachsen
· Karl-Heinz Ludewig, UMKEHR e.V., Berlin
· Andreas Kleber, Mitbegründer der “Horber Schienentage”, Hotelier, Schorndorf
· Prof. Dr. Heiner Monheim, Geograph und Stadtplaner, Universität Trier
· Prof. Dr. Jürgen Rochlitz (1994-1998 Bundestagsabgeordneter, Burgwald-Eder
· Wolfgang Schacht, 1993 -1999 Präsident Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde, Hannover
· Gangolf Stocker, Sprecher von “Leben in Stuttgart – Kein Stuttgart 21”, Stuttgart
· Hermann Scheer, Bundestagsabgeordneter, Präsident von Eurosolar, Waiblingen
· Dr. Winfried Wolf, 1994-2002 Bundestagsabgeordneter, Wilhelmshorst.

Publikationen; Arbeitspapiere
Die Expertengruppe Bürgerbahn statt Börsenbahn (BsB) bzw. einzelne BsB-Mitglieder haben eine Reihe Arbeitspapiere veröffentlicht (z.B. zur Kritik an PEP, zur Kritik an der Aufgabe der Zuggattung Interregio, für eine neue Interregio-Konzeption, zur Kritik an der Magnetbahn Transrapid). Vom Kongress in Kassel im März 2002 wurde ein Reader veröffentlicht. Die Beiträge für den Ende September 2003 von der Evangelischen Akademie Baden zusammen mit BsB veranstalteten Kongress erschienen in Buchform unter dem Titel „Die Zukunft der Bahn“ herausgegeben von der Evangelischen Akademie Baden. Zum BsB-Kongresses in Lindau 2004 erschien das Buch “Inselkrimi Bahnhof Lindau” von W.Wolf, K. Gietinger, K. Schweizer und W. Hesse. 2005 veröffentlichte BsB ein Grundsatzpapier zum Thema Bahnbörsengang (mit oder ohne Netz) unter dem Titel „Das ABC der Bahnzukunft“.

BsB und UMKEHR e.V.
Seit Mitte 2003 arbeitet die Bahnexpertengruppe im Rahmen des Arbeitskreises Verkehr und Umwelt UMKEHR e.V., Berlin. Ohne ihre Unabhängigkeit als Bahnexpertengruppe aufzugeben, stärkt sie damit den bahnpolitischen Bereich von UMKEHR. UMKEHR e.V. ist eine seit mehr als zwei Jahrzehnten aktive verkehrspolitische Gruppierung, die u.a. alle zwei Jahre den bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongress (BUVKO) durchführt. BsB veröffentlicht Diskussionsbeiträge und Berichte regelmäßig in der Zeitschrift mobilogisch!, der vierteljährlich erscheinenden Publikation von UMKEHR/FUSS e.V. und BsB.

BsB-Förderkreis
Die Arbeit der Bahnexpertengruppe Bürgerbahn statt Börsenbahn (BsB) kann über eine Mitgliedschaft im BsB-Förderkreis gefördert werden. Mitglied im BsB-Förderkreis kann werden, wer die Zielsetzungen von BsB teilt und – nach Selbsteinschätzung – einen finanziellen Beitrag zur Arbeit von BsB leistet. Mitglieder des BsB-Förderkreises erhalten regelmäßig Informationen über die Arbeit von BsB; ihnen werden aktuelle Arbeitspapiere von BsB elektronisch (und soweit möglich postalisch) übermittelt.
BsB veranstaltet gemeinsame Versammlung der Mitglieder der BsB-Expertenrunde und der Mitglieder des BsB-Förderkreis, auf der über zentrale Themen der Bahnentwicklung diskutiert und über die bisherige und weitere Arbeit von BsB berichtet wird.

BsB-Kontakt
· Postadresse: BsB/UMKEHR e.V., Exerzierstr. 20, 13357 Berlin
· e-mail: buergerbahn@umkehr.de
· Homepage: www.buergerbahn-statt-boersenbahn.de
· Fon: 030-492 74 73 Fax: 030–492 79 72
· Konto: UMKEHR/BsB, Postbank Leipzig, BLZ 860 100 90,
KtoNr. 603014-901 (UMKEHR e.V. ist ein gemeinnützig anerkannter Verein; Spenden sind entsprechend steuerlich absetzbar)

Bestellungen von BsB-Publikationen
Hiermit bestelle ich
O Buch mit den Beiträgen zur Konferenz “Auf dem richtigen Gleis”, veranstaltet von der Ev. Akademie Baden und BsB September 2003; Titel: “Die Zukunft der Bahn - Zwischen Bürgernähe und Börsengang” H.Monheim/K.Nagorni (Hg.) Herrenalber Protokolle 116, 2004, Karlsruhe, 260 S., 12,50 Euro

O  “Insel-Krimi Bahnhof Lindau - Deutsche Bahngeschichte: Vom Aufbruch zum Abbruch” W.Wolf/K.Gietinger/K.Schweizer/W.Hesse , 2004 Berlin, 124 S., 9,80 E.

Abo von “mobilogisch!”, Zeitschrift von UMKEHR / FUSS e.V. und BsB
O  Hiermit abonniere ich mobilogisch!, die Zeitschrift von UMKEHR/FUSS e.V. und BsB für 27 Euro (mindestens) für sechs Ausgaben (1 ½ Jahre). Ich überweise 27 Euro auf das Konto UMKEHR e.V., Kto-Nr. 331978-102 bei der Postbank Berlin (BLZ 100 100 10).

Mitarbeit im BsB-Förderkreis
Ich möchte im BsB-Förderkreis Mitglied werden, regelmäßig über die Arbeit von BsB informiert werden und leiste dafür eine Spende (mindestens 25 Euro jährlich) durch Überweisung auf das BsB-Konto (s.o.) in Höhe
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